Das Fresko verbindet in besonderer Weise Architektur und
Malerei; als einzige Technik der Wandmalerei schafft sie
eine Synthese von farbiger Gestaltung mit dem Raumkörper.
Durch Versinterung wird der im Fresko verwendete, aus
Kalkstein hergestellte Sumpfkalk in einem chemischen
Kreislauf wieder „zu Stein".
Neben ökologischen Vorzügen
für das Raumklima und der großen Haltbarkeit, sind es die
ästhetischen Qualitäten, die ein Fresko auszeichnen. Die im
Kalkputz in verschiedenen Schichten einkristallisierten
Pigmente erzeugen eine Leuchtkraft, die direkt aus der
Wand kommt.
Der Reichtum auch feinster Farbnuancen wird
durch die Lichtbrechung im Putz sichtbar. Fresken,
zumal historische Höhepunkte dieser Malerei,
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haben wir vor
Augen. Selbst die erhaltenen Höhlenmalerein der Steinzeit
beruhen auf der Verbindung von Pigmenten mit Kalkstein.
Dass diese einzigartige Technik heute, gerade in Einheit mit
moderner Architektur, sowohl für Innen-, wie auch
Außenräume, von hohem Reiz sein kann, gilt es neu zu entdecken.
Das Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten reicht
dabei von dekorativen Elementen bis zu raumfüllenden
Konzepten, von figürlicher Malerei bis zur freien Abstraktion.
Als Malerinnen hatten wir, unabhängig voneinander, ein grosses
Interesse an dieser handwerklichen Tradition und
erlernten die Freskotechnik. Es folgten Kunst-am-Bau
Projekte und seit 2002 auch regelmäßige Freskoworkshops.
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